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BildungsBande – Eine Initiative der Zukunftsstiftung Bildung

"Mit Energie in die Zukunft": BandenTreff in Unna

Am 3.5.2017 kamen die Schüler des Projekts „BildungsBande – mit Energie in die Zukunft“ zum jährlichen so genannten „ Bandentreff“ zusammen. Dabei lernen sich die Schüler der Schulen aus NRW kennen, erzählen von ihren Erfahrungen und werden gemeinsam kreativ. Aber vor allem sind diese Treffen auch eine Belohnung für ihren ehrenamtlichen Einsatz an den Grundschulen. Diesmal fand das Treffen im Lichtkunstmuseum Unna statt. Warum aber gerade ein Museum für Lichtkunst, wenn es doch hier eigentlich um ein Peer-Education Projekt mit dem Thema „Energie“ geht? - Genau diese Frage haben sich die ca. 50 Schüler und Schülerinnen dann im Laufe des Tages in unterschiedlichen Kontexten auch immer wieder gestellt.

Wir haben den Tag gemeinsam in dem durch Licht festlich in Szenen gesetzten Säulenkeller der alten Lindenbrauerei begonnen. Dort trafen die teilnehmenden Schulen und deren Schüler ein, stellten sich einander vor und berichteten von ihrer Arbeit als Schülercoachs der BildungsBande. In der anschließenden, interaktiven Spiel- und Gesprächsrunde hatten die Schüler und Schülerinnen dann Gelegenheit sich auszutauschen und kennenzulernen.

Dann hieß es diesen besonderen Ort zu erkunden. In drei Gruppen aufgeteilt und von Mitarbeitern des Museums geführt, durften die Schüler und Schülerinnen die Kunstwerke von internationalen Künstlern in den ehemaligen Kühlkellern der Lindenbrauerei betrachten, begehen und erleben. Sie sahen Tunnel voller bunter Tränen aus Licht, mit Licht und Sound gefüllte Gärbecken, das Überspringen blauer, elektrischer Funken, magisch anmutende Reflexionen aus Licht und Schatten, sich der Schwerkraft widersetzende Wassertropfen und vieles mehr.
Mit diesen intensiven Eindrücken sowie einem ordentlichen Lunchpaket ging es in die Mittagspause. Gestärkt durften sich die Schüler und Schülerinnen anschließend selber an der Lichtkunst versuchen. Mittels Langzeitbelichtung, verschiedenen leuchtenden Gegenständen und eines abgedunkelten Raumes konnten sie mit Licht malen und schreiben. Lichtgraffiti nennt sich diese Technik.
Damit griffen sie ein wesentliches Element des Projekts „BildungsBande – mit Energie in die Zukunft“ auf, nämlich etwas selber machen, um es zu „begreifen“. Sie wurden so in die Lage versetzt, Energie in einem kreativen Prozess sichtbar zu machen.

Und genau da liegt dann auch die Antwort auf die Frage, warum ein Projekt über Energie sein jährliches Treffen in einem Museum veranstaltet: Weil Kunst die Fähigkeit besitzt, Alltägliches durch eine besondere Anordnung und Inszenierung aus einer völlig neuen Perspektive zu betrachten. Es wird aus seiner funktionalen Perspektive heraus auf eine ästhetische Perspektive gehoben. Das Schließen und Öffnen eines Stromkreises zum Beispiel ist den Schülercoaches der BildungsBande aufgrund des Experiments „Stadt der Erleuchtung“ gut bekannt. In dem Kunstwerk „Point of Contact for Unna“ nimmt der japanischen Künstlers Satoru Tamura einen Draht, um einen übergroßen, fehlerhaften Schalter zu konzipieren, der bei jedem Schließen und Öffnen blaue Funken erzeugt und eine Säule aus Glühlampen zum Leuchten bringt. Etwas Gewöhnliches wird durch die Kunst zu einem außergewöhnlichen Phänomen.
Genau wie auch in der BildungsBande gewöhnlicher Unterricht durch eine Änderung der Situation, dass Schüler von Schülern lernen, zu einem außergewöhnlichen Ereignis wird.
Wir danken den Schülern und Schülerinnen und den SchulkoordinatorInnen für ihr Interesse, ihre Mitarbeit und tatkräftige Unterstützung!

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